Eine puertoricanische Spezialität – Mofongo

Wie ihr wisst hat uns Puerto Rico besonders gut gefallen und wie wir eben so sind versuchen wir auch überall die lokalen Spezialitäten zu probieren. Puerto Rico hatte da etwas ganz besonderes zu bieten: Mofongo. Hierbei handelt es sich um ein Bett aus Platanenmus mit verschiedenen Füllungen aus Fleisch, Fisch oder Bohnen. An einer kleinen Imbissbude in der Altstadt von San Juan probierten wir diese kleine Köstlichkeit zum ersten Mal und da es so gut schmeckte ließen wir uns auch gleich von dem freundlichen Verkäufer erklären wie man es kocht. Das ist eigentlich ganz einfach:

Zuerst schält und kocht man 2 Platanen oder Kochbananen. Die sehen aus wie Bananen, sind aber etwas größer und fester und roh kann man sie nicht essen. Auch die Schale lässt sich nicht ganz so leicht abziehen, da muss man mit einem kleinen scharfen Messer nachhelfen.  In der Karibik bekommt man Platanen praktisch überall und sie gehören zu den üblichen Sättigungsbeilagen. In Deutschland sieht man die großen Bananen eher seltener, aber meist sind sie in afrikanischen Supermärkten zu finden (wenn man so einen in der Nähe hat). Wir kochen die Platanen im Gareinsatz unseres Schnellkochtopfs, denn dann saugen sie nicht so viel Wasser auf und werden nicht matschig. Die Kochzeit ist ähnlich wie bei Kartoffeln.

In der Zwischenzeit stellen wir zwei kleine Schalen bereit und zerdrücken mit der Knoblauchpresse je eine halbe Knoblauchzehe in jede Schale. Da wir die vegetarische Variante am liebsten mögen vermischen wir eine kleine Dose Bohnen (Pinto oder Kidney oder andere) mit samt dem Wasser aus der Dose mit ein paar Kichererbsen und einer halben, fein gewürfelten Zwiebel. Dazu kommt ein Esslöffel Balsamico-Essig und ein bisschen Cumin (Kreuzkümmel). Salz braucht man nicht, denn die Bohnen aus der Dose und auch die Kichererbsen sind meist schon ordentlich gesalzen.

Wenn die Platanen fertig sind verteilen wir sie auf die beiden Schälchen, geben ein bisschen Kochwasser, einen kleinen Schluck Olivenöl, Salz und Pfeffer dazu und zermatschen sie mit einer Gabel zusammen mit dem Knoblauch. Den Brei verteilt man dann so in der Schale, dass in der Mitte eine Kuhle entsteht. Hier kommt der Bohnensalat rein und fertig ist der Mofongo!

Mofongo mit Bohnensalat

Der Verkäufer in San Juan meinte man kann den Mofongo mit allem füllen worauf man Lust hat, beim Salat kann man also durchaus kreativ werden. Die Kochbananen schmecken übrigens am leckersten, wenn sie schon etwas reifer sind, denn ähnlich wie normale Bananen werden sie dadurch süßer. Mofongo wird sicher eins unserer Standardessen werden, auch wenn wir zurück in Hamburg sind, denn es geht recht schnell, schmeckt super lecker, ist gesund und macht ordentlich satt!

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