All Stations, this is Krassy…

In diesem Kapitel stellen wir kurz unsere Funk- Kommunikations- und Alarmierungsausrüstung vor, mit der wir auf unsere große Reise gehen.

Seegebiet A1:

Natürlich haben wir eine DSC-UKW-Seefunkanlage an Bord. Die gehört für uns zur Standardausrüstung, auch wenn man nur in der Badewanne segeln geht. Zusätzlich nehmen wir ein UKW-Handfunkgerät mit. Das ist zum einen nice to have, wenn es darum geht, zwischen Dinghy und Krassy zu kommunizieren, oder zwischen Landgang-Crew und Wachcrew an Bord. Tatsächlich aber geht es uns darum, eine Kommunikationsmöglichkeit aus der Rettungsinsel mit Rettungsdiensten zu haben, sollte die Krassy abgesoffen sein.

Seegebiet A2/A3:

Da uns unsere Reise doch bisschen weiter raus führen wird, kommen wir mit der UKW-Reichweite nicht weit. Wir brauchen also eine Alarmierungs- und Kommunikationslösung, die auch mitten auf dem Atlanktik funktioniert. Zur Alarmierung nehmen wir ein EPIRB mit (für Uneingeweihte: Das ist eine satellitengestütze Seenotfunkboje). Wir haben uns aufgrund der kleinen Größe und der langen Batterielebensdauer für das RescueMe EPIRB1 von Ocean Signal entschieden. Hier lohnt es sich durchaus, mal bei unseren englischen Freunden zu schauen. Wir bekamen es für bisschen mehr als 300€ inklusive Programmierung aus England.

Bezüglich der Kommunikation stellte sich uns die Frage: Funk oder Satellit? Wir könnten eine Seefunkanlage für Grenz/Kurzwelle nutzen, allerdings kostet so etwas schnell über 8000€. Den Schein (LRC) dafür hätte ich zwar, aber vor den Kosten schrecken wir zurück. Eine günstigere Alternative, die von vielen Langfahrtseglern genutzt wird, ist eine Amateurfunkanlage. Allerdings bräuchte man dafür (zumindest offiziell) eine Amateurfunklizenz (hat keiner von uns), und man sollte sich zumindest etwas mit der Materie auskennenn (bei uns nicht der Fall).

Wir kamen recht schnell zum Schluss: Wir leben im Satellitenzeitalter. So entschieden wir uns für ein Iridium-Satellitentelefon, das wir gebraucht kauften (ja, sogar die NATO ist als Rufnummer vom Voreigentümer noch eingespeichert. Man weiß nie, wofür das gut ist :-)). Dazu 500 Minuten Guthaben, und wir können für insgesamt ca. 1500€ mit der Außenwelt in Kontakt treten. Klar, ein Telefon hat immer den Nachteil, dass man damit im Notfall nicht flächendeckend alarmieren kann. Zur Alarmierung haben wir das EPIRB, und mit dem Telefon zudem eine Redundanz geschaffen, da wir damit natürlich auch bei Bremen Rescue anrufen können.

Auch für den gelegentlichen Wetterempfang ist das Satellitentelefon gerüstet. Die Datenübertragungsrate von 2.4kBit/s ist zwar echt 80’s, aber ausreichend. Außerdem kann unser Wetterguide (Hallo Vattern!) uns über die Iridium-Webseite kostenlos SMS-Nachrichten schicken.

Für den Wetterempfang haben wir übrigens auch ein NAVTEX verbaut. So können wir auch auf längeren Seestrecken (in A2-Gebieten), z.B. bei der Biskaya-Querung, oder der Strecke Portugal-Madeira-Kanaren, Warn- und Wetternachrichten empfangen, ohne das Satellitentelefon nutzen zu müssen.

-Christian

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