Mogan’sche Guavenmarmelade

Wir waren ja eine ganze Zeit über in Puerto de Mogan auf Gran Canaria und haben dort die Krassy für die große Überfahrt vorbereitet und dann auf ein passendes Wetterfenster gewartet. In Mogan gab es einen strengen Zeitplan und jeden Freitag war Wochenmarkt. Genau genommen war es eher ein Touristenmarkt mit jeder Menge Klimmbimm, aber es gab auch einige wenige Obststände, die unter anderem Guaven verkauft haben.

In Deutschland bekommt man diese Früchte eher seltener und kann das folgende Rezept natürlich mit fast jeder anderen Obstsorte ebenfalls kochen. Gut eignen sich Mangos, Aprikosen, Himbeeren, Erdbeeren oder Preiselbeeren. In Mogan habe ich aber Guavenmarmelade gekocht und die kam auch bei unseren Freunden von der Walross 2.1 ziemlich gut an.

Es gibt zwei Sorten Guaven, weiß- und rosafleischige. Geschmacklich unterscheiden sich die beiden Sorten nur geringfügig und beide kann man für die Marmelade gleichermaßen gut nehmen. Rosa sieht natürlich hübscher aus…

Auch hier müssen zunächst die Gläser und Schraubdeckel mit kochendem Wasser gefüllt und 10 Minuten stehen gelassen werden um sie zu sterilisieren. Die Guaven (oder anderes Obst wie Mangos) schält man in der Zeit und schneidet sie in kleine Stücke. Das Obst muss man sorgfältig abwiegen und dann in einen Kochtopf geben. Jetzt fügt man Gelierzucker hinzu. Verwendet man den klassischen 2:1 Zucker nimmt man die Hälfte des Gewichtes der Guaven an Zucker (also bei 1kg Guaven 500g Zucker). Für 3:1 Zucker nimmt man entsprechend nur ein Drittel des Gewichtes an Zucker.

Wenn man keinen Gelierzucker bekommt kann man auch normalen Zucker nehmen, muss aber dann noch ein Geliermittel (Instant-Gelatine oder Agar-Agar) dazu nehmen. Hier muss man aufpassen, denn mit bestimmten Obstsorten wie Mangos, Ananas oder Kiwi funktioniert normale Gelatine nicht!

Das Obst mit dem Gelierzucker kocht man dann langsam auf und rührt dabei ständig um. Nach kurzer Zeit löst sich der Zucker auf und das Obst gibt Wasser ab, sodass man eine flüssige Masse erhält. Man muss die Mischung unbedingt mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, sonst wird sie später nicht fest. Mit einer Gelierprobe kann man auf Nummer Sicher gehen. Dafür träufelt man ein paar Tropfen der flüssigen Masse auf einen Teller und lässt sie kurz abkühlen. Wird sie fest ist alles gut, wenn nicht lässt man alles noch etwas länger kochen.  Wenn man es nicht so stückig mag, dann matscht man das Obst noch mal kurz mit einem Kartoffelstampfer klein und füllt dann alles in die sauberen Schraubgläser. Die Deckel fest aufschrauben und die Gläser für ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Auch hier ziehen die Deckel beim Abkühlen an.

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