Von Robben und Regenbögen

Wer uns heute auf Marine Traffic verfolgt hat der weiß schon, dass wir die 46 Seemeilen von Wedel nach Cuxhaven hinter uns gebracht haben.  Wir sind heute erst gegen Mittag gestartet um die Strömung besser nutzen zu können. Kurz bevor wir los wollten kamen dann tatsächlich noch mal unsere Freunde Ulf und Birte mit der kleinen Kajsa vorbei um sich bei uns zu verabschieden. Die drei sind selbst gestern Abend erst von einer 6-wöchigen Segelreise zurückgekommen, also hat es uns natürlich besonders gefreut sie noch mal zu sehen!

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Abfahrt in Wedel

Unterwegs kam heute fast die ganze Zeit der Motor zum Einsatz. Wohlige 10 Minuten haben wir ihn ausgestellt und sind nur gesegelt, aber da wir heute nicht erst um Mitternacht ankommen wollten war das nur ein kurzes Vergnügen. Trotzdem konnten wir einen Teil der Strecke die Segel hochziehen, die ordentlich mit geschoben haben.

Die ersten paar Stunden sind wir noch mühselig gegen die Strömung angefahren, aber gegen 16 Uhr hat sich wie erwartet die Strömung umgekehrt und wir konnten mit ordentlich Tempo die Elbe herunter rasen…

Den ganzen Tag über haben wir uns ständig an und ausgezogen (nicht was ihr jetzt denkt…). Immer wieder fing es an zu regnen, also Jacken an. Dann kam die Sonne raus und es wurde richtig heiß – Jacken wieder aus und zack! der nächste Schauer… Allzu schlimmer Regen ist uns aber zum Glück erspart geblieben.

Über Funk haben wir heute eine etwas bedrückende Nachricht gehört. Ein völlig aufgelöster holländischer Segler hat auf der Elbe vor Cuxhaven eine Person mit dem Kopf nach unten im Wasser treibend entdeckt. Bremen Rescue hat sofort ein Polizeiboot dort hin geschickt, aber die Geschichte tat uns natürlich wahnsinnig leid!

Zwei kleine Highlights gab es heute allerdings auch: wir haben den ersten Seehund auf dieser Reise gesehen, der seinen Kopf aus den Wellen gestreckt hat. Das ist immer wieder großartig!

Und dann hat uns der Himmel noch einen wunderschönen Regenbogen geschickt, der sich in voller Länge von der einen zur anderen Elbseite gestreckt hat. Den Seehund konnten wir leider nicht fotographieren, aber vom Regenbogen konnte ich ein schönes Bild machen.

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Regenbogen über der Elbe

Was wir morgen machen haben wir noch nicht entschieden, aber wir schauen gleich mal in die Seekarten und überlegen dann weiter…

-Steffi

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Abgefahren!

City Sportboot Hafen 17:20 Uhr: es ist so weit, 2 Jahre nachdem die Idee mit der Krassy auf Atlantikrunde zu gehen aufkam, Monaten der Planung und Vorbereitung, werfen wir endlich die Leinen los! In Hamburg ist der Himmel den ganzen Tag schon verhangen und es regnet vor sich hin. Trotzdem sind Freunde und Familie zum Hafen gekommen um mit uns noch ein Bierchen (für uns natürlich nur alkoholfrei – wir müssen noch fahren) zu trinken und sich von uns zu verabschieden. Dazu gab es noch einen leckeren hausgemachten Kartoffelsalat von Christian’s Mama. Vielen Dank dafür!

Natürlich haben es nicht alle zum Hafen geschafft, aber viele haben sich auf anderen Wegen bei uns gemeldet und uns wissen lassen, dass sie an uns denken. Das ist uns genauso viel wert!

Als es dann soweit war die Leinen loszuwerfen floss auch hier und da noch ein Tränchen aber es war ein schöner Abschied, denn immerhin fahren wir in den Urlaub – wenn auch etwas ausgedehnter als üblich… Unter Winken und Tröten sind wir mit der Elbphilharmonie im Hintergrund aus unserem geliebten Hamburg ausgelaufen.

Die erste Etappe wird wahrscheinlich die kürzeste der Reise bleiben. Die gerade mal 10 Seemeilen bis Wedel haben wir mit der Strömung schnell geschafft und kurz vorm Yachthafen in Wedel kam dann tatsächlich noch die Sonne hervor.

Noch können wir nicht ganz glauben, dass wir jetzt tatsächlich unterwegs sind. Wir freuen uns aber riesig auf das was vor uns liegt! Jetzt lassen wir erstmal den Tag sacken und morgen geht es dann gemütlich weiter nach Cuxhaven.

-Steffi

 

Obdachlos

Seit heute sind wir offiziell obdachlos!

Der Tag war heute wirklich ganz schön anstrengend. Die Wohnung auszuräumen und für unseren Zwischenmieter vorzubereiten war doch wesentlich mehr Arbeit als wir gedacht hatten. Ein Glück ist unsere Wohnung nicht mal ganz 40 m² groß… Trotzdem sind insgesamt 17 Umzugskartons, 6 große Vakuumbeutel und einige Taschen und Tüten mit unseren Habseligkeiten zusammengekommen. Und dabei ist noch einiges in der Wohnung geblieben…

Um 17 Uhr sollte die Wohnungsübergabe stattfinden. Obwohl wir schon seit 2 Tagen am packen und räumen waren kam dann so ab 15 Uhr ein bisschen Stress auf. Aber es hat noch alles geklappt und sogar eine Inventarliste konnten wir noch erstellen.

Danach haben wir uns mit den letzten Taschen mit Kram für die Krassy endlich auf den Weg zum Hafen gemacht und sind zur Feier des Tages heute schön essen gegangen. Ab morgen fängt dann irgendwie der Urlaub erst richtig an.

Zum Abschied hat unsere Nachbarin Petra noch ein schönes Foto von uns geschossen 🙂 vielen Dank dafür!

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Umzug

Heute gab es bei uns in zweierlei Sinne einen Umzug: zuerst ist die Krassy endlich in ihren vorrübergehend neuen Hafen an den Hamburger Landungsbrücken umgezogen und dann haben wir den Rest des Tages damit verbracht unser Leben in Kisten zu verstauen und auf den Dachboden zu schleppen.

Der Tag fing also durchaus erfreulich an. Wir haben unsere Rechnung im Yachtzentrum Harburg beglichen, alles halbwegs seefest verstaut, den Motor warm laufen lassen und los ging es! Unser Schleusenmanöver wollten wir eigentlich mit der GoPro aufnehmen, aber das hat leider nicht geklappt (Amateure!). Dafür konnten wir unsere Fahrt durch die Kattwykbrücke und die Elbe hinauf bis in den Hafen im Zeitraffer filmen. Den Film gibt’s auch noch zu sehen sobald wir ihn aus der GoPro befreien können 😉

Promt haben wir uns im Hafen mit unserem Stegnachbarn verquatscht und er hat uns seine Rassy 39 gezeigt (schönes Schiff!). Das Kaiserwetter hat uns trödeln lassen, aber wir haben es dann doch noch geschafft mit Sack und Pack und Fahrrad zur Wohnung zu fahren und den Nachmittag mit packen zu verbringen. Es scheint egal zu sein wie klein eine Wohnung ist, man wundert sich immer wie viel Zeug sich ansammelt.

Jetzt ist es so chaotisch in der Wohnung, dass wir beschlossen haben auf der Krassy zu übernachten. Morgen können wir weiter packen….

-Steffi